2011druckenfilmemacher: arash t. riahi


Spieltag: Freitag, 26. August 2011
Filmbeginn: 20.30 Uhr

Die mittlerweile mehr als 20 Jahre, die der umtriebige Regisseur und Produzent Filme macht, haben sich zum größten Teil auf anderen Projektionsflächen als der Kinoleinwand abgespielt, auf der Arash T. Riahi mit „Ein Augenblick Freiheit“ 2008 sein Spielfilmdebüt gegeben hat. Zahlreiche prämierte Werbespots, Musikvideos, Kurz-, Experimental- und Dokumentarfilme bilden eine stattliche Filmographie – und halten so einiges an Überraschungen bereit, wie erinnerungswürdige Cameos in den ersten filmischen Gehversuchen, eine fragmentarische Adaption von Thomas Glavinics „Der Kameramörder“ und „Bits and Peaces“ aus der Zeit als freier Mitarbeiter der ORF-Sendungen nitebox und kunst-stücke. Höchste Zeit also, dem vielseitigen Kurzfilmschaffen von Arash T. Riahi die Leinwand zu überlassen! | Programmdauer: 54 min

Durch den Abend führt Dominik Kamalzadeh (Der Standard). Filmgespräch mit Arash T. Riahi.

     
  der junge und die seltsame wirklichkeit
Arash T. Riahi und Géza Horvát
A 1995, 8:30 min, kein Dialog

Ein kleiner Junge gelangt zu einer Mauer und fragt sich, was dahinter sein mag. Jede/r der vorbeikommenden Passant/innen erzählt ihm etwas anderes. Das poetische Abenteuer nach einer Erzählung stammt aus Jugendtagen, in denen Arash T. Riahi im wienXtra-medienzentrums erste Filmprojekte realisierte.

Schauspiel: Ali-Reza Ameli, Navid Alizadeh, Arman T. Riahi | Drehbuch: Arash T. Riahi, Clemens Schulmeister | Kamera und Schnitt: Géza Horvát, Arash T. Riahi | Musik: Noori Khadjavi Ali Anton

     
  bits and peaces
Arash T. Riahi, A 1995, 3:30 min, kein Dialog

Bits and Peaces“ aus Arash T. Riahis Beiträgen für die ORF-Sendungen nitebox und kunst-stücke.

     
  reformel
Arash T. Riahi, A 1999, 9:30 min, kein Dialog

In kurzen Bildsequenzen clipartig zusammengesetzt und mit Arbeitsgeräuschen vertont, transformiert Arash T. Riahi in seinem Dokumentarfilm die Arbeit des österreichischen Künstlers Rudi Stanzel. Der Film bildet die Grundlage für eine gemeinsame Ausstellung im MAK: 2.000 digitalisierte und auf A3 ausgedruckte Einzelbilder werden für Stanzel zum Material für eine begehbare Bodeninstallation, deren Bestandteile immer wiederkehrendes Vokabular seiner Arbeit sind Rechteck, Linie, Graphit, Schwarz und Weiß.

     
  die unmöglichkeit
Arash T. Riahi, A 2001, 9:30 min, kein Dialog

Burlesque revisited: Eine Romanze am Wasser. Eine Frau, ein Mann, ein Luftballon. Viele Kiesel, wenige Worte. 

Schauspiel: Arash T. Riahi, Vivien Löschner | Drehbuch und Schnitt: Arash T. Riahi | Kamera: Amir Esmann | Sound Design: Raphael Barth | Musik: Astor Piazzolla, Gidon Kremer | Produktion: Arash T. Riahi, Barbara Hörr

     
  der kameramörder
Arash T. Riahi, Géza Horvát und Raphael Barth
A 2004, 11 min, OF

Fragmentarische Adaption von Thomas Glavinics „Der Kameramörder“ für die ORF-Sendung kunst-stücke, gelesen von Cornelius Obonya.

     
  mississippi
Arash T. Riahi, A 2005, 6 min, kein Dialog

International preisgekrönter Experimentalfilm: „Die Unterscheidung zwischen Chaos und Struktur trifft nicht die Natur, sondern der Betrachter – durch die Wahl seines Standpunktes und seiner Darstellungsmittel. In der Tradition des Avantgardefilms hat die Bändigung des Chaos durch Abstraktion, seine Hinführung zur strukturierten Form, ebenso viele Spielarten hervorgebracht wie die Auflösung gefällig lesbarer Formen und Strukturen in Chaos. ,Mississippi‘ bewegt sich einerseits in dieser Tradition, um sich andererseits in ironischer Brechung davon zu distanzieren.“ (Robert Buchschwenter)

     
 
ein einfaches ereignis
Arash T. Riahi, A 2010, 6 min, kein Dialog

Inmitten eines belebten Parks, doch scheinbar unbemerkt von den Passant/innen, praktiziert ein Moslem sein Gebet. Das einfache Ereignis wird in dieser Dokumentarfilm-Miniatur durch die Veränderung des Blicks zu einem ironischen Spiel mit der Wahrnehmung.

Drehbuch, Kamera und Schnitt: Arash T. Riahi | Musik: Karuan | Produktion: Golden Girls Filmproduktion