papa
Umut Dag, A 2010, 41 min, OF
„Ein Vater, der keiner ist. Anfang 30, interessiert den Protagonisten vor allem eines: seine Rap-Musik. Die Familie rangiert immer an zweiter Stelle. Über Nacht von der Frau verlassen, kann er seine Söhne aber nicht länger ignorieren. Obwohl der emotionale Abstand unüberbrückbar erscheint, gewinnt er in der Vaterrolle zunehmend an Souveränität – bis Mutter Conny plötzlich wieder vor der Türe steht. ,Papa‘ bleibt berührend nahe an den Personen – und die Kamera tut dazu ihr übriges, reagiert anstatt zu dirigieren.“ (Diagonale)
Umut Dag konnte mit seinem ersten mittellangen Spielfilm auf Anhieb Publikum wie Kritiker/innen überzeugen – nicht zuletzt aufgrund der herausragenden schauspielerischen Leistung von Rapper Aqil, der bis in die letzte Faser eindringlich einen Menschen verkörpert, der in einen Alltag gezwungen wird, in dem die von ihm selbst gewählten Klischees nicht mehr lebbar sind. „Papa“ feierte seine Weltpremiere beim Max Ophüls Preis 2011 und wurde auf der heurigen Diagonale mit dem Kurzspielfilm-Preis ausgezeichnet.
Schauspiel: Murathan Muslu, Magdalena Kronschläger | Drehbuch: Stefanie Franz | Kamera: Georg Geutebrück | Schnitt: Claudia Linzer | Ton und Sound Design: Sergey Martynyuk | Musik: Dimitri Giannikopoulos | Produktion: Umut Dag, Philipp Grandits | Hochschule: Filmakademie Wien
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